„Schaumstoff“ bei Delkeskamp

DENOPOR®

Wenn wir bei Delkeskamp über unser Produktsortiment reden, kann man überall Papier, Wellpappe und Schaumstoff lesen. Aber was genau verstehen wir unter dem Oberbegriff „Schaumstoff“?

Technisch gesehen sprechen wir primär von Polystyrol. Die BASF erfand aber vor einigen Jahrzehnten die Besonderheit, dass man diesen Rohstoff mit einem Treibmittel verbinden konnte. So konnte man aus einer kleinen Perle, von der Größe eines Sandkorns mit Hilfe von Dampf eine große Perle bis zur Größe einer Erbse machen. Und so entstand der technische Begriff „expandierbares Polystyrol“, oder auch kurz EPS genannt. Richtig bekannt wurde jedoch der Markenname der BASF, „Styropor®“, der sich in Deutschland vom Handelsnamen fast zu einem Gattungsbegriff entwickelte.

Es gab und gibt auch verschiedene Versuche, andere Begriffe als Synonym für EPS zu finden. Und so wird zum Beispiel auch gerne „Partikelschaum“ oder „Hartschaum“ verwendet. Der Vorteil dieser Begriffe ist, dass man hierunter auch andere Produkte mit ähnlichen Funktionen und Produktionsverfahren zusammenfassen kann. Das sind zum Beispiel EPP (expandierbares Polypropylen) oder Piocelan. EPS, EPP und Piocelan unterscheiden sich im Wesentlichen durch ihre Materialeigenschaften im Sinne von Härte, Elastizität, Rückstellfähigkeit usw. Aber der Unterschied liegt auch im Preis. Ein Produkt wie EPP, das in Bezug auf die Materialeigenschaften viele Vorteile bietet ist, natürlich auch deutlich teurer. Aber auch hier gibt es eine Alternative. Piocelan! Es hat fast identische Materialeigenschaften und ist in der Regel etwas günstiger als EPP!

Seit 4 Jahren hört man anstatt Styropor® auch häufig den Namen „airpop®“. Die Ursache liegt darin, dass man bemüht ist, einen europäisch einheitlichen Namen für das Produkt EPS zu entwickeln.

Im Gegensatz zur Bauindustrie (Dämmplatten) beschäftigen wir uns bei Delkeskamp primär mit Formteilen, also individuell gestalteten Formen, die eine bestimmte Funktion erfüllen. Hinsichtlich der Funktionen unterscheiden wir Verpackungen, technische Teile und Ladungsträger. Bei den Verpackungen steht die Schutzfunktion vor Transportschäden und Klima (Hitze/Kälte) im Vordergrund. Ein Formteil aus EPS passt sich dem zu schützenden Gut maßgeschneidert an und entfaltet darum die perfekte Schutzwirkung. Der Internet-Versandhandel von temperaturempfindlichen Gütern wie Lebensmittel gewinnt gerade aktuell besonders an Bedeutung. Begriffe wie „Kühlboxen, Isolierboxen, Klimaboxen oder Fischkisten“ beschreiben flexibel gestaltete Boxen aus Styropor®, die verderbliche Ware schützen. Technische Teile erfüllen eine Funktion in oder an einem Endprodukt und sind somit selbst Bestandteil des Produktes. Und Ladungsträger aus Styropor® sind Teil von logistischen Prozessen, die z.B. Bestandteile eines Produktes innerhalb eines Produktionsprozesses auf ihrem Transport sicher befördern.

In Ergänzung zu den individuell und flexibel entwickelten Formteilen gibt es auch noch Standards, die sich z.B. in Bezug auf Schutzfunktionen bewährt haben. Typische Beispiele hierfür sind Verpackungsecken, Verpackungswinkel oder Kantenschutz aus Styropor®.