Fachbegriffe

Zweiwellige Wellpappe / double wall board

Zwei Wellenbahnen und drei glatte Papierbahnen ergeben die zweiwellige Wellpappe.

Wie wird Wellpappe gemacht?

Zuschnitt / blank

Gestanzte Schachtel, die flachliegend und nicht weiterverarbeitet (z.B. verklebt) angeliefert wird.

Zentrallager / central warehouse

Ein Lager, in dem zentrale Funktionen des Distributionssystems – beispielsweise die Bevorratung von Produkten für andere Lager übernommen werden.

Wrap-Around / wrap-around blank

Schachtelzuschnitt, der beim automatischen Abpacken um das Packgut gelegt und verschlossen wird.

WPA / corrugator

Well-Pappen-Anlage zur Herstellung von Wellpappe aus Papieren mittels Umformen und Fügen.

Wellpappe / corrugated board

Nach DIN 55468 T1 definiert sich Wellpappe wie folgt: “Wellpappe ist eine Packstoff aus einer oder mehreren Lagen eines gewellten Papiers, das zwischen mehreren Lagen eines anderen Papiers geklebt ist”.

Wellkiste / folding box

Siehe Faltschachtel.

Wellenstoff / waste-based fluting

Wie Schrenz, jedoch Rohstoff besserer Güte, beidseitig leichte Beleimung, hohe Grammaturen werden zweilagig gefahren.

Waschbretteffekt / washboarding

Waschbording. Welligkeit des Deckenpapiers einer Wellpappe längs zur Welle in gleicher Frequenz zur Welle.

Warengruppe / product group

(Category) Eine Warengruppe ist eine unterscheidbare, eigenständig steuerbare Einheit von Produkten bzw. Dienstleistungen.

Vollpappe / solid board

Flächiger, im wesentlichen aus Fasern pflanzlicher Herkunft bestehender Werkstoff.

VMI / vendor managed inventory

Vendor managed inventory (Kundenspezifisches Lagermanagement) Einrichtung kundenspezifischer Bevorratungs- und Distributionslösungen.

Viskosität / viscosity

Die Auslaufzeit in Sekunden von 100 cm³ durch eine 4 mm große Öffnung im Boden des Messbechers gibt die Viskosität einer Farbe an. Durch Verdunsten des Wassers beim Druckvorgang wird die Farbe “dicker”, d. h. höhere Viskosität. Eine dickere Farbe hat mehr Pigmente je Rasternäpfchen. Somit wird der gedruckte Farbton dunkler! Auch hat jedes Farbauftragssystem (Rollrakel, Kammerrakel, Rakel) seine eigene optimale Farbviskosität.

VCI-Papiere / VCI papers

Papiere, die mit VCI (Volatile Corrosion Inhibitor) beschichtet oder imprägniert sind.

VCI / volatile corrosion inhibitor

Volatile Corrosion Inhibitor. Korrosionsschutz für Korrosionsempfindliche Teile die bei der Lagerung oder beim Versand hohen klimatischen Schwankungen ausgesetzt sind.

Value-Chain-Analysis / value chain analysis

(Wertschöpfungskettenanalyse) Eine Methode zur Identifikation und quantitativen Bewertung von Einsparpotenzialen entlang der Logistikkette.

Unit Loads / unit loads (ISO 3676)

(ISO 3676) Eine Ladung, die aus Einheiten oder Verpackungen besteht, die durch ein oder mehrere Hilfsmittel zum Handling, Transport, zur Stapelung und Lagerung als eine Einheit zusammengefaßt wird. Dieser Begriff wird darüber hinaus auch zur Beschreibung einer einzigen großen Ladeeinheit, die für den gleichen Zweck eingesetzt wird, genutzt.

Überfüllung / congestion

Verfahren zum vermeiden von Blitzern, “dehnt” das Vordergrundobjekt.

TUL-Prozesse / impact loads

Auftretende Belastungen beim Transport, Umschlag oder Lagerung.

Trayverpackungen / tray packages

Trays sind VerpackungeAuftretende Belastungen beim Transport, Umschlag oder Lagerung. n vorwiegend für die Warenpräsentation. Sie bestehen immer aus einem Teil und werden immer gestanzt.

Trapping / trapping

Trapping (Farbannahme) nennt man das Farbannahmeverhalten im Naß-in-Naß-Druck beim übereinander-drucken mehrerer Farben.

Tiefdruck / rotogravure printing

Wie der Name sagt, liegen die druckenden Elemente vertieft.

Testliner / test liner

Deckenpapier aus 100% Recyclingfasern mit definierten Festigkeiten. Meist mehrlagig gearbeitet, geleimt und ungeleimt lieferbar. Im Vergleich zu Kraftliner insgesamt feuchtigkeitsempfindlicher und niedrigerer Berstdruck.

Tampondruck / pad printing

Der Tampondruck ist ein indirektes Tiefdruckverfahren. Aus einer gerakelten Tiefdruckplatte wird die Farbe von einem Tampon, der aus Silikongummi besteht, abgenommen und auf den Druckträger übertragen.

System / system

(ISO 3676) Eine Einheit, die aus interdependenten Komponenten besteht.

Supply Chain / supply chain

(Logistikkette) Alle Aktivitäten, die notwendig sind, um die Nachfrage eines Produktes oder einer Dienstleistung zu befriedigen, ausgehend von der Nachfrage für Rohmaterialien oder Daten bis zur Auslieferung des fertigen Produktes an den Endverbraucher.

Stulpverpackungen / telescope-type boxes

Eine Stulpschachtel besteht immer aus mindestens zwei Teilen, dem Oberteil – Deckel und dem Unterteil – Boden.

Stapelstrauchwiderstand / box crush resistance

Siehe BCT.

Stanzverpackungen / die cut packaging

Verpackungen die mit Hilfe eines Stanzwerkzeugs aus einem Wellpappenbogen ausgestanzt werden.

Splicer / splicer

Maschineller Bestandteil einer Wellpappenanlage (Papierabrollung), der beim Wechsel einer Papierrolle das Endstück der alten Papierrolle mit dem Anfangstück der nachfolgenden Papierrolle zusammenführt.

Spektralfotometer / spectrophotometer

Bezeichnung eines Messgeräts zur Bestimmung von Farbwerten, wie z.B. Buntton, Helligkeit und Sättigung.

SKU / stockkeeping Unit

(Stockkeeping Unit) In Europa ist ein Artikel (SKU) ein eindeutig identifizierbares Produkt, das zu einem bestimmten Zeitpunkt zum Verkauf zur Verfügung steht.

Siebdruck / screen printing

Beim Siebdruck wird das Druckbild durch offene Stellen in einem feinmaschigen Sieb gebildet. Die Farbe wird durch ein Rakel durch das Sieb auf das unter dem Sieb liegende Substrat gedrückt.

Sicherheitsbestand / safety stock

Der Bestand, der die Differenz zwischen dem vorhergesagten und tatsächlichen Verbrauch sowie zwischen erwarteter und tatsächlicher Lieferzeit ausgleichen soll. Bei der Berechnung des Sicherheitsbestandes werden Einflußgrößen wie Servicegrad, erwartete Nachfrageschwankungen und Durchlaufzeit berücksichtigt.

Shore-Härte / shore hardness

Maß für die Härte eine Materials. Z.B. Kennzahl für ein Klischeeaufbau.

Sekundärverpackung / secondary packaging

Umverpackungen oder Zweitverpackungen, d.h. Verpackungen, die eine bestimmte Anzahl von Verkaufseinheiten enthalten, welche in der Verkaufsstelle zusammen an den Endabnehmer oder -verbraucher abgegeben werden oder allein zur Bestückung der Verkaufsregale dienen; diese Verpackungen können von der Ware entfernt werden, ohne dass dies deren Eigenschaften beeinflußt. (Richtlinie 94/62/EG).

Schrenz / bogus paper

Preiswerter Altpapierrohstoff, einlagig, durch fehlende Leimung stark feuchtigkeitsempfindlich, zur Erzeugung von Wellpappe niedrigster Güteklasse oder aus gemischtem, unsortiertem Altpapier hergestellte Deckenpapiere. Bei leichten Wellpappensorten als Innendecke, bei ganz leichten Qualitäten auch als Außendecke eingesetzt.

Schnittzeichnung / cross – sectional view

Zeichnung (Werkzeugzeichnung) als Vorlage für die Herstellung des Stanzwerkzeuges und die Druckbildgestaltung. Ebenso wird die Schnittzeichnung als Bestandteil der Auftragsunterlagen für die Qualitätssicherung eingesetzt.

Rotationsstanze / rotary die cutter

Verarbeitungsmaschine für Wellpappe nach den rotativen Stanzprinzip. Das runde Stanzwerkzeug wird hierzu auf eine Trommel gespannt.

Rillen / creasing

Rillen ist das Vorbereiten von beweglichen bzw. scharnierartigen Biegestellen mit dem Ziel, den geometrischen Ort der Biegung festzulegen, Schaffung eines scharnierartigen biegbaren Querschnitts, Reduzierung des Biegewiderstandes an der Biegestelle. Der Riller ist das Werkzeug hierfür.

RFID-Transponder / RFID transponder

Unter einem RFID-Transponder versteht man einen Funksender, der Signale von einem Lesegerät empfängt und wieder zurück sendet. Ein solcher Transponder enthält mindestens einen eindeutigen Produktcode, aber oft auch zusätzliche Informationen. Es gibt Transponder in verschiedensten Ausführungen, z.B. als Ettiketten oder Plastikkarten.

RFID / Radio Frequency Identification Data

engl. “Radio Frequency Identification”. Technologie zur berührungslosen Identifizierung von Objekten. Mittels Funkwellen werden dabei Daten von einem RFID-Transponder an einen Empfänger gesendet und dann ausgewertet.

RESY – Recycling System / RESY – Recycling System

genormte Kennzeichnung für die Verwertungsfähigkeit von gebrauchten Packstoffen und Packmitteln zum Recycling.

Replenishment System / replenishment system

Vorgang der Versorgung eines Kunden mit Waren, als auch die Art der Auslieferung zum Kunden.

RDC / RDC (regional distribution centre)

regionales Zentrallager des Händelers innerhalb der Logistikkette, in dem die Waren der Hersteller ankommen und die Ladungen, bevor sie in die Filiale geleitet werden, getrennt eingelagert und ggf. erneut zusammengestellt werden.

Rasterwalze / anilox roller

Walze mit Rasternäpfchen zur Farbübertragung. Aufgabe der Rasterwalze ist es, die druckenden Stellen der Klischees gleichmäßig mit der erforderlichen Farbmenge zu benetzen. Für die exakte Dosierung der Farbmenge ist die Beschaffenheit der Rasterwalze von ausschlaggebender Bedeutung.

Raster / halftone screen

In der Reproduktions- und Drucktechnik versteht man unter Raster regelmäßig angeordnete Punkte beziehungsweise Linien, die zur Auflösung eines Halbtonbildes in druckfähige Elemente dienen. Im Flexodruck auf Wellpappe werden in der Regel Raster mit 15 bis 48 L/cm verwendet.

RAL /

Nationales Normungssystem. Deutsches RAL-Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung.

PS / Polystyrol / polystyrene

Polystyrol in seiner geschäumten Form kennen wir besser unter dem Namen Styropor. Styropor ist der geschützte Handelsname einer 1952 patentierten Erfindung von BASF. Der weiße Schaumstoff ist hygienisch, günstig, extrem leicht und (fast) beliebig formbar. Außerdem ist das Material ein sehr guter Stossdämpfer, ein hervorragender Wärmedämmer und unempfindlich gegenüber Feuchtigkeit. Expandierbares Polystyrol (EPS) besteht nur zu etwa 2% aus Polystyrol (PS), die restlichen 98% sind Luft.

Proof (Prüfdruck) / proof

Verfahren zur Qualitätskontrolle bezüglich Farbwiedergabe, Passer, Text- und Bildanordnung oder auch als Vorlage für den Auflagendruck. Dabei soll das zu erwartende Ergebnis auf der Auflagenmaschine soweit wie möglich nachgebildet werden.

Primärverpackung / primary package

Erstpackmittel für ein Packgut, zum Beispiel Beutel, Tube und Becher.

PP / Polypropylen / polypropylene

Packstoff, aus welchem expandierendes Polypropylen als Polstermaterial hergestellt wird. Geschlossenzelliger Schaum mit hoher Rückstellkraft.

POS / Point of Sale

Point of Sale Verkaufsstätte im Einzelhandel.

POP / Point of Purchase

(Point of Purchase) Ort des Einkaufs, moderner als POS. (Bedeutung: der Konsument wird in den Mittelpunkt der Betrachtung gestellt, d.h. für ihn handelt es sich um einen Akt des Einkaufens nicht Verkaufens)

Polsterweg / spring deflection

Komprimierungsweg bei Polstern. Bei PE-Schaum ca. 70% der Polsterdicke.

Polster / padding

Mittel zur Erzeugung eines Bremsweges bei auftretenden Stoßkräften.

Pick-and-Pack / pick-and-pack

Kommissionierung von Waren im Zentrallager.

Pick by store / pick by store

Fillialbezogene Kommissionierung von Waren im Zentrallager.

Perforation / perforation

Unterbrochene Schneidline; sie dient zum vorbereiten von Biegestellen und als Öffnungshilfe. (Aufreißperforation)

PE / Polyethylen / polyethylene

Polyethylen (Kurzzeichen PE) ist ein durch Polymerisation von Ethen hergestellter, teilkristalliner, thermoplastischer Kunststoff. PE gehört zur Gruppe der Polyolefine und besitzt gute Rückstelleigenschaften.

Passer / colour register

Passer nennt man beim Mehrfarbendruck das genaue Aufeinandertreffen der einzelnen Druckformen eines Motivs. Passkreuze dienen der Passerkontrolle.

Pappe / paperboard

Flächiger, im wesentlichen aus Fasern pflanzlicher Herkunft bestehender Werkstoff, der durch Entwässern einer Faserstoffaufschwemmung auf einem Sieb (Siebe) gebildet wird. Pappe hat eine flächenbezogenen Masse > 220 g/m².

Palettendirekttauschverfahren / pallet exchange programme

Industrielle Praxis zur Nutzung von Paletten

Paletten / pallets

Ladungsträger für die Zusammenstellung, Sortierung, Stapelung, Lagerung, das Handling sowie den Transport von Gütern als Ladeeinheit.

Packstoff / packaging material

Werkstoff, aus dem Packmittel und Packhilfsmittel hergestellt werden. (z.B.: Wellpappe, Holz, Kunststoff, Glas, Metall usw.)

Packmittel / Package

Erzeugnis aus Packstoff, das dazu dient, das Packgut zu umschließen oder zusammenzuhalten, damit es verkehrs-, lager- und verkaufsfähig wird. (z.B.: Wellpappenverpackung, Kiste, Dose usw.)

Packgut / packaged goods

Zu verpackendes Produkt.

PA / Polyamid / polyamide

Packstoff, meist zur Herstellung von Flachfolien verwendet.

Offsetdrucker / offset printer

Ausbildungsberuf der Drucktechnik für den Offsetdruck einschließlich der Druckvorstufe.

Offsetdruck / offset printing

Im Offsetdruck liegen die zu druckenden und nicht zu druckenden Stellen auf einer Ebene. Damit die Fettfarbe nicht auf die ganze Druckplatte durch die Auftragswalzen aufgetragen wird, wird durch eine Wasserwalze ein gleichmäßig dünner Wasserfilm auf der Platte verteilt. Dieser Wasserfilm haftet nur auf den nicht zu druckenden Stellen und wird von den zu druckenden Stellen abgestoßen. Dieser Wasserfilm auf der Platte stößt die Fettfarbe ab, so dass die Farbe nur an den zu druckenden Stellen haftet. Im Offsetdruck ist zwischen Platte und Papier immer ein Gummituch geschaltet. Offset ist deshalb ein indirektes Druckverfahren.

Noppenschaum / eggshell foam

Genoppter Polyurethan-Schaum. Für leichte empfindliche Packgüter geeignet. (z.B.: Platinen)

Naß-in-Naß-Druck / wet-on-wet printing

Druck in einer Mehrfarbenmaschine. Der Druck der zweiten/weiteren Farbe auf die zuvor gedruckte und noch nicht getrocknete Farbe.

Multischockmaterial / multi-shock material

Polstermittel mit Rückstellkraft. (z.B.: Polyethylen 99%)

Monoschockmaterial / monoshock material

Polstermittel ohne Rückstellkraft. (z.B.: Maisstärkechips)

Moiré / moiré effect

Unerwünschtes, störendes Muster in gerasterten Bildern.

Modulverpackung / modular package

Ein aus dem Modulmaß abgeleitetes System von Verpackungsmaßen (gem. ISO 3637) z.B. Verpackungen, aus denen das ISO-Grundmodul (600 * 400 mm) auf Basis der Euro-Palette gebildet werden kann.

Mikrowelle / E-flute

Siehe E-Welle.

Migration / migration

Wandern des Packgutes in der Verpackung. (z.B.: bei Loose-Fill)

Mengentoleranzen / volume tolerances

Toleranzen in der Auftragsmenge, die durch produktionstechnische Faktoren maßgeblich beeinflusst werden. Über- und Unterlieferung einer Auftragsmenge bewegen sich, wenn nicht anders vereinbart wurde, innerhalb definierter Toleranzgrenzen.

Mehrwert (added value) / added value

Der Wert, der als Ergebnis eines Prozesses (z.B. Produktion, Verpackung, Lagerung, Transport) bei einem Produkt über den reinen Materialwert hinaus entsteht.

Mehrstoff-Verpackung / multicomponent package

Verpackung aus mehreren Packstoffen. (z.B.: Pappe mit Kunststoff)

MDC / MDC (materials distribution center)

(Herstellerzentrallager) Zentrallager des Herstellers, in das die produzierten Güter aus der Fertigung gelangen, um in Ladungen getrennt, zusammengefaßt und/ oder gelagert zu werden, bevor sie zum nächsten Punkt der Logistikkette weitergeleitet werden.

Luftdurchlässigkeit / air permeability value

Luftmenge, die durch die Papieroberfläche strömt. Wichtige Kennzahl für das Laufverhalten von Verpackungen auf Verpackungsmaschinen bei denen mit Vakuum gearbeitet wird.

Loose-Fill / loose filling

Lose Füllung wie Styroporflocken, Chips, Maisstärkeflocken usw.

Liner / liner

Deckenpapier für Herstellung von Wellpappe.

Lasierende Farbe / transparent ink

Durchscheinende Farbschicht im Gegensatz zur deckenden Farbe. (opak)

Krempelverpackung / Krempeltray

Beim Aufrichten der Verpackung greifen stehen gebliebene Laschen in dafür vorgesehene Schlitze. Dadurch entsteht eine Art Sperre, die das Zurückklappen des Einschlags verhindert.

Kraftliner / kraftliner

Liner überwiegend aus Kraftzellstoff hergestellt mit bestimmten Festigkeitseigenschaften.

Konstruktiv-Verpackung / structural packing

Maßgeschneiderte, meist für Serienfertigung konstruierte Verpackung.

Konfektionieren / finishing

Zusammenfügen unterschiedlicher Materialkombinationen zu einer kompletten Einheit.

Komplementärfarben / complementary colors

Körperfarben, die sich gegenseitig zu Unbunt oder Schwarz ergänzen, sind komplementär. Die jeweilige Komplementärfarbe, bezogen auf den Farbton, liegt im Farbtonkreis gegenüber.

Kommissionieren / order picking / picking

Kommissionieren hat das Ziel, aus einer Gesamtmenge von Gütern (Sortiment) Teilmengen auf Grund von Anforderungen (Aufträge) zusammenzustellen. (vgl. VDI-Richtlinie 3590)

Klischee / print die / printing plate

Druckform des Flexodruck.

Kaschieren / lamination

Vereinigen vorgefertigter Flächengebilde mit Hilfe eines Kaschiermittels oder auf Grund des thermoplastischen Verhaltens des Verarbeitungsgutes. Ziel: Be- und Verarbeitbarkeit des Stoffes zu verbessern, Grundwerkstoffe zu kombinieren um die jeweiligen Vorteile des einzelnen Werkstoffes zu nutzen und Nachteile zu kompensieren.

Kaschieranlage / laminator

Verarbeitungsmaschine zur Herstellung eines kaschierten Werkstoffes.

Karton / paperboard

Flächiger, im wesentlichen aus Fasern pflanzlicher Herkunft bestehender Werkstoff, der durch Entwässern einer Faserstoffaufschwemmung auf einem Sieb (Siebe) gebildet wird. Wird auch Vollpappe genannt und hat eine flächenbezogene Masse zwischen 150-600 g/m².

Kantenstauchwiderstand / edge crush resistance

Siehe ECT.

Kammerrakel / chambered blade

Element des Farbwerkes einer Flexodruckmaschine. Ermöglicht die Fertigung von hochwertigen Drucken.

JIT / just-in-time

(Just-in-time) Die Anlieferung von benötigtem Material an den Anforderungsort zu dem für den Ge- oder Verbrauch richtigen Zeitpunkt.

ISO / ISO International Organization for Standardization

Internationale Normung.

Innenmaße / inside dimensions

Inneren Abmessungen eines Packmittels.

Inneneinrichtung / interior decoration

Inneneinrichtungen haben den Zweck, Hohlräume auszufüllen, das Packgut zu fixieren und als Polster gegen Stoßbelastung zu schützen.

Innendecke / inner liner

Papier der Innenseite von Wellpappe.

Inliner / flexo-folder-gluer

Verarbeitungsmaschinen in der Drucken, Stanzen und Kleben in einer Maschine (Inliner) durchgeführt wird. Häufiges Einsatzgebiet ist die Faltkistenherstellung.

Halbzellstoff / semi-chemical pulp

Wellenpapier aus chemisch gewonnenem Halbzellstoff, Recyclingfaseranteil liegt meist um 35%, bessere Feuchtigkeitsstabilität als Wellenstoff, teurer als Wellenstoff, hohe Steifigkeit.

Graubalance / grey balance

Voraussetzung für die Farbreproduktion im Mehrfarben-Rasterdruck ist die Einhaltung der Graubalance in den Teilfarbenauszügen, bzw. das Berücksichtigen der Gesetzmäßigkeiten des autotypischen Farbmischens. Dazu müssen die Raster-Flächendeckungsgrade in den Teilfarben (Gelb, Cyan und Magenta) so bemessen sein, dass im Übereinanderdruck der Einzelfarben über den ganzen Tonwertbereich ein neutrales Grau erzielt wird.

Grammatur / grammage / basis weight

Flächenbezogene Masse [g/m²], Maßeinheit für Papier, Karton und Pappe, die die Masse pro Flächeneinheit (m²) bestimmt.

Gluen / lap joint / shear joint

Laschenklebung bei Wellpappenkisten.

Gegenriller / matrix scores

Siehe auch Rillen; Werkzeug für das Hohlrillen, bei dem der Riller den Werkstoff in einen u-profilförmigen Querschnitt drückt.

Gefahrgut / hazardous material

Güter (Material / Stoff), das besondere Gefahren für Menschen, Tiere und die Umwelt darstellt. Packmittel für Gefahrgüter müssen Bauart zugelassen sein und unterliegen in der Produktion speziellen Qualitätsanforderungen.

Flexodruck / flexography

Der Flexodruck ist ein Hochdruckverfahren und ist das für Verpackungen am häufigsten eingesetzte Druckverfahren. Es kann fast alle Materialien mit glatter Oberfläche – Wellpappe, Papier, Karton, Kunststofffolien, Aluminiumfolien, Blech, Etiketten und Kaschierungen – bedrucken. Sowohl als Bahn als auch als Bogen.

Flexo-Preprint / Flexo-pre-print

Vordrucken der Bedruckstoffe im Flexodruckverfahren mit wässrigen Druckfarben auf Rollendruckmaschinen (Zentralzylinder-, Ständerdruckmaschinen) mit Endlosdruckform. Die Weiterverarbeitung zu z. B. Wellpappe, Papiersäcken etc. erfolgt in einem weiteren Arbeitsschritt.

Flachstauchwiderstand / flat crush resistance

Siehe FCT.

Flächendruck / surface pressure

Vollflächige Bedruckung einer Verpackung.

FKM / folder gluer

Faltschachtel-Klebe-Maschine Verarbeitungsmaschine, die aus Schachtelzuschnitten mittlels Verklebung flachliegende Schachteln (Aufrichteschachteln, Faltbodenschachtel) in einem weiteren Verarbeitungsprozess herstellt.

Feinstwelle / E-flute

Siehe E-Welle.

FEFCO / FEFCO (European Federation of Corrugated Board Manufacturers)

(Fédération Européenne des Fabricants de Carton Ondulé) Europäische Föderation der Wellpappefabrikanten. Internationaler Code für Versandverpackungen. Zusammenfügen unterschiedlicher Materialkombinationen zu einer kompletten Einheit.

Federweg / spring deflection

Siehe Polsterweg.

FCT / flat crush test

Flat-Crush-Test [kPa] (Flachstauchwiderstand). Der FCT von Wellpappe bestimmt den max. Druck, den die Pappe aushält, bis die Welle zerdrückt wird. Prüfmethode für einwellige Wellpappe.

Faserguß / fiber casting / pulp molding

100% Altpapier, gelöst und durch Pressung und Trocknung in Form gebracht.

Farbvorlage / colour proof

Als Farbtonvorlage bezeichnet man das Muster, das im Druck erreicht werden soll – es ist die Vorstellung des Auftraggebers, Designers, Werbefachmannes über den im Endprodukt zu erreichenden Farbton. (Nuance)

Farbtonkreis / circle of hues

Darstellungsform von Grundfarben und Mischfarben.

Farbraum / colour space

Darstellbare Farben in einem Farbsystem.

Farbgrenzmuster / color swatch

Um mit allen am Produkt beteiligten, Kunde, Druckerei und evtl. Werbeagentur, den zu liefernden Farbton vor Lieferung abzustimmen und bei der Eingangskontrolle der Ware kontrollieren zu können, werden Farbgrenzmuster benötigt. Die Farbgrenzmuster müssen mit dem beim Auftrag eingesetzten Papier und Farben erstellt werden. Um unvermeidliche Farbschwankungen zu berücksichtigen werden Farbmuster des hellsten und des dunkelsten möglichen Farbton einer Farbe vorgegeben.

Farbfächer / fan guides

VDW-Pantone (PMS) – HKS – RAL sind Farbtonstandardisierungen auf diversen Druckträgern. VDW 15 Farbtöne auf Kraft weiß + Kraftliner braun Pantone kommt aus USA. Es kommen jedes Jahr neue Farbtöne hinzu. Es wird auf 2 Druckträger gedruckt “C” = Coated – gestrichenes Papier. “U” = Uncoated = Naturpapier. Die “U”-Farbtöne sind annähernd mit KWT-Papieren

Faltsteige / folding ladder

Siehe Krempelverpackung.

Faltschachtel / folding box

(FEFCO 0201) Besteht in der Regel aus einem Stück, wobei Boden und Deckel durch je vier Verschlußklappen gebildet werden.

EN / European Standard

Europäisches Normungssystem.

Einwellige Wellpappe / single wall corrugated

Eine Wellenbahn zwischen zwei Deckenbahnen.

Einstoff-Verpackung / single material packaging

Packmittel aus einem Packstoff. Voraussetzung für Recyclefähigkeit.

Einseitige Wellpappe / single face corrugated

Wellpappe mit nur einer Deckenbahn, die Welle ist von einer Seite aus sichtbar.

Efficient Replenishment / efficient Replenishment (ER)

(ER) Zusammenarbeit aller am Supply Chain Beteiligten mit dem Ziel, einen effizienten Warenfluß vom Hersteller zum Konsumenten zu erreichen. Das heißt, das richtige Produkt zur richtigen Zeit am richtigen Ort in der richtigen Menge und mit der höchst möglichen Effizienz bereitzustellen.

EDI / electronic Data Interchange

(Elektronischer Datenaustausch) EDI ist die Übermittlung strukturierter Daten mittels festgelegter elektronischer Nachrichtenstandards von einer Computeranwendung in eine andere mit einem Minimum an manuellen Eingriffen. Durch die Vermeidung von Schreibarbeiten, Briefverkehr und anderen administrativen Kosten, die durch einen zu belegenden Informationsfluß verursacht werden, reduziert EDI Kosten, Störungen und Fehler. Der praktische Nutzen für ECR ergibt sich aus den Spezifikationen der EANCOM- Nachrichten.

ECT / edge crush test

Edge-Crush-Test [N/m] (Kantenstauchwiderstand). Prüfverfahren zur Ermittlung des Kantenstauchdruckes von Wellpappe.

EAN-Code / bar code

Europäische-Artikel-Nummer maschinell lesbarer Strichcode (EAN 13, EAN 128), er wird zur Vereinfachung der logistischen Abläufe, Automatisierung und Erhöhung der Sicherheit eingesetzt. Zuständig ist die in Europa ansässige weltweite Organisation “European Article Numbering Association”, die gemeinsam mit dem amerikanischen Uniform Code Council für die Nummern- und Kommunikationssysteme, die EAN, UPC, EANCOM und UCS umfassen.

E-Welle / E-flute

Feinstwelle oder Mikrowelle der Wellpappe. Wellenhöhe 1,0 bis 1,8 mm. Für unempfindliche Produkte, kaum Federwirkung, gut bedruckbar, daher meist für Verkaufsverpackungen.

Durchstoßprüfung / puncture test

Die Durchstoßarbeit [J] ist die gesamte beim Durchstoßen der Probe mit einem Durchstoßkörper definierter Form und Abmessung verbrauchte Energie. Sie wird verbraucht zum Einstechen – Weiterreissen – Aufbiegen der Probe.

Durchlaufzeit / lead time

(Lead time) Der Zeitraum, der zwischen Bestellabgabe und Auslieferung der Waren entsteht. Er wird üblicherweise in Tagen oder Stunden ausgedrückt.

Druckzuwachs-Tonwertzunahme-Punktzuwachs / dot gain

Darunter versteht man die flächenmäßige Zunahme der Rasterpunkte im Druck im Vergleich zur ursprünglichen Punktgröße im Film, bzw. Klischee > Druckkennlinie.

Druckwerk / Printing unit

Baugruppe einer Druckmaschine welche die Arbeitsorgane zur Farbübertragung beinhaltet.

Druckstand /

richtige Positionierung des Druckbildes zur Kontur der Verpackung

Drucklack / printing varnish

Farblose Lackschicht, die in der Druckmaschine aufgebracht wird. Der Drucklack verbessert die Oberflächeneigenschaften wie Abriebfestigkeit und Glanz.

Druckkennlinie / colour correction curve

Zusammenhang der Tonwerte der Vorstufe und der Tonwerte des Druckergebnisses.

Doppelwelle / double wall board

Zweiwellige Wellpappe aus Kombinationen gleicher oder verschiedener Wellenformen hergestellt. Zum Beispiel EB-Welle oder BC-Welle.

Distributionskanal / distribution channel

Der Weg der Ware vom Lieferanten zum Endverbraucher, der durch die Eigenschaften des Handelspartner (z. B. Großhändler, Einzelhändler) bestimmt wird.

Direktdruck / direct printing

Beim Wellpappendirektdruck wird im Gegensatz zum Preprint (Vordruck) direkt auf die Außenbahn der Wellpappe gedruckt.

DIN / German Industrial Standard / DIN

Nationale Normung für Deutschland. Ordnet sich EN und ISO unter.

Digitaldruck / digital printing

Berührungsloses Druckverfahren, welches im üblichen Sinne über keine Druckform verfügt. Hierzu zählen u. a. der Tintenstrahldruck, Laserdruck und Thermotransferdruck.

Dichte/Farbintensität:: / colour intensity

Die Dichte wird mit einem Densitometer gemessen. Dichtemeßwerte sind dimensionslos, z. B. 1,5. Sie ist sehr wichtig bei mehrfarbigen Bilderdrucken + Farbgrenzmustern. Wird z. B. eine Farbe in einer Bilderreproduktion zu kräftig gedruckt, ergibt sich sofort eine Farbstichigkeit im Bild. Die Dichte hat nichts mit dem Farbstandort aus der Farbenlehre zu tun. Dichtewerte sind auch in der Reproduktion bei Filmen von großer Bedeutung.

Densitometer / densitometer

Farbdichtemeßgerät.

Densität / density

lat., optische Dichte.

Deckenbahn / Deckenpapier / linerboard

Glatte Papierbahn, die mit einer Wellenbahn zu Wellpappe verklebt wird. Deckenpapiere sind Kraftliner, Testliner und Schrenz.

Cromalin / cromalin®

Ein Cromalin ist ein fotomechanisches Prüfverfahren. Durch die Negativ-Filme wird eine transparente Cromalin-Folie belichtet. Durch die Lichteinwirkung an den im Negativ offenen Stellen wird die Cromalin-Folie klebrig. Mit Cromalin-Farbpulver werden die klebrigen Stellen eingefärbt. Nach Übereinanderkleben aller eingefärbten Folien entsteht ein relativ gut auf den späteren Druck abgestimmter Prüfdruck.

Copacking / copacking / contract packing

Copacking ist die Übernahme von Packleistungen durch einen externen Dienstleister (z.B. Lohnverpacker). Diese Packleistungen können zum Beispiel das Verpacken von Waren in ein Display oder in eine Verpackung, das Umpacken von Waren oder das Beipacken von Produkten zu Promotionszwecken beinhalten.

C-Welle / C-flute

Mittelwelle bei Wellpappe. Höhe 3,1 bis 3,9 mm. Gute Allzweckeigenschaft, gebräuchlichste Wellenart.

Bodenklappe / bottom flap, soil flap

Bodenbildendes Element / Elemente einer Schachtel.

Blitzer / thin white line

Unbedruckte Stellen, die zwischen unmittelbar anschließenden Farbflächen entstehen können, wenn Passerungenauigkeiten auftreten.

Beschichtungen / coatings

Oberflächenveredlung mit dem Ziel Be- und Verarbeitbarkeit des Stoffes zu verbessern, Grundwerkstoffe zu kombinieren um die jeweiligen Vorteile des einzelnen Werkstoffes zu nutzen und Nachteile zu kompensieren. Beim Beschichten werden Teilchen eines formlosen Stoffes auf ein Flächengebilde aufgebracht, so dass eine geschlossene Schicht entsteht.

Berstdruck / Berstfestigkeit / bursting strength

Die Berstfestigkeit [kPa] ist der Widerstand, den eine kreisförmig eingespannte Probe einem einseitig gleichmäßig ansteigenden Druck bis zum Bersten entgegensetzt.

BCT / box compression test

Box-Compression-Test (Stapelstauchwiderstand) [kN]. Die Höchstlast einer Faltkiste unter Kompression ist der BCT-Wert der Faltkiste. Die Ermittlung erfolgt mit der Stauchdruckpresse.

Bar-Code / bar code

Siehe EAN-Code.

B-Welle / B-flute

Feinwelle bei Wellpappe. Wellenhöhe 2.2 bis 3.0 mm. Gute Bedruckbarkeit.

AUTO-ID / AUTO-ID

Unter AUTO-ID (Automatische Identifizierung) fallen alle Methoden zur automatischen Datenerfassung und Weiterverarbeitung. In den Bereich der Auto-ID Technologien fallen u.a. Stimmerkennung, Magnetkarten, Barcode und RFID.

Auflösung / resolution

Übergreifender Begriff für die Anzahl der Bildpunkte (Pixel), die innerhalb einer bestimmten Fläche abgetastet oder wiedergegeben werden.

Anilindruck / aniline printing

Ältere Bezeichnung für den Flexodruck, basierend auf den zuerst eingesetzten Anilinfarben.

Antirutschlack / anti-slip paint

Beschichtung des Papiers / Wellpappe mit dem Ziel die Haft- und Gleitreibung der Verpackung zu erhöhen.

Andruck / press proof

Probedruck auf einem Drucksystem in geringer Auflage, der das Ergebnis des Reproduktionsprozesses sichtbar macht. Das Andrucksystem soll in seiner Drucktechnik dem Auflagendruck entsprechen.

Abquetschwalze / squeegee roller

Eine Gummiwalze, die gegen die Rasterwalze in einer Flexodruckmaschine gepresst wird und die überschüssige Farbe von der Rasterwalze abquetscht. Vorteil: Einfache, unproblematische Bedienung und schneller Farbwechsel, druckt satte Farben. Nachteil: für Raster >18L/cm nicht einsetzbar, da Rasterpunkte zusammenlaufen, Tonwertveränderung.

A-Welle / A-flute

Grobwelle bei Wellpappe. Wellenhöhe 4.0 bis 4.9 mm. Sehr gute Federwirkung.